Euro-Rettungsschirm bald über 1.000 Milliarden?

Die USA würden Kreisen zufolge eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms über eine höhere Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) unterstützen.Es gebe darüber sehr viele Gespräche, sagte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch. Die Entscheidung über eine Aufstockung der Europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) liege bei den Europäern, sagte die Person, die nicht genannt werden wollte. “Wir würden es sicherlich unter Einbeziehung des IWF unterstützen.” Nach dem Bericht legte der Euro-Kurs zu, die US-Staatsanleihen verbilligten sich. Ein Vertreter des US-Finanzministeriums sagte, derzeit diskutiere man nicht über eine höhere Beteiligung des IWF. Die USA halten sich bei der Bewältigung der Schuldenkrise in der Euro-Zone bisher zurück. Zuletzt wurde die US-Regierung aber zunehmend nervös. “Im Mai war es Griechenland. Jetzt ist es Irland und Portugal. Sollte sich die Krise ausweiten, dann hat die Weltwirtschaft ein riesiges Problem”, sagte der US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

In dieser Woche sind Gespräche zwischen dem US-Finanzministerium und europäischen Politikern geplant. Dafür soll ein Unterhändler des Ministeriums nach Berlin, Madrid und Paris reisen. Der IWF hat bislang 250 Milliarden Euro zum Euro-Rettungsschirm beigesteuert. Größtes Mitglied des Fonds sind die USA.